Ford Mustang - die Geschichte des Auto-Klassikers

Mustang V (2004–2014)

2004 - 2005
Auf der North American International Auto Show wurde im Januar 2004 ein durch die Modelle Ende der 1960er-Jahre inspiriertes neu gestyltes Modell im Retro-Design vorgestellt. Eine offizielle Version für Europa war nicht vorgesehen, allerdings wurde der Mustang von mehreren Importeuren in Europa angeboten.

Anders als die Vorgänger, wurde diese Generation nicht mehr von Ford, sondern von der AutoAlliance International in Flat Rock produziert. Der Mustang V basierte auf einer umfassend modifizierten DEW98-Plattform die bereits vom Lincoln LS, dem Jaguar S-Type und dem Ford Thunderbird (seit 2002) genutzt wurde. Die Änderungen an der Bodengruppe waren derart umfangreich, dass Ford ihr die Bezeichnung D2C gab. Die Verwindungssteifigkeit konnte laut Herstellerangaben im Vergleich zum Vorgänger verdoppelt werden.

Das Coupé kam bereits Ende 2004 in zwei Ausführungen auf den Markt, mit dem 157 kW (213 PS) starken Vierliter-V6-Motor und als GT-Modell mit einem 224 kW (305 PS) starken 4,6-Liter-V8-Motor. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgte durch ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine erstmals erhältliche Fünfstufen-Automatik. Seit der Vorstellung des Cabriolets im Sommer 2005 war auch das Coupé in vier Varianten erhältlich: V6 Deluxe, V6 Premium, GT Deluxe und GT Premium.
2004 - 2005
Mustang GT / CS Convertible, 2006 - IFCAR [Public domain]
2006 - 2008
Der Shelby GT500 wurde offiziell auf der Detroit Motor Show im Januar 2006 vorgestellt. Der Shelby GT500 verfügte anfangs über einen 5,4-Liter-V8-Motor mit Kompressoraufladung, die Leistung betrug 368 kW (500 PS). Ab dem Modelljahr 2006 war der Mustang GT Premium mit dem Sonderpaket „California Special“ (CS) lieferbar. Erstmals wurde dieses Modell auf der New York Auto Show präsentiert. Der vier Zentimeter tiefer liegende GT/CS verfügte über angedeutete Lufteinlässe („Side scoops“) an den Seiten und einen speziellen Frontstoßfänger mit vergrößertem Kühlergrill. Im Innenraum verbaute Ford zweifarbige Ledersitze. Erinnern sollte der Wagen an die Vorgänger aus den 1960er-Jahren.

Ford entwickelte und konstruierte von Anfang an ein Cabriolet zusätzlich zur Coupé-Ausführung. Das Ziel dabei war eine steifere Karosserie ohne viel Mehrgewicht für zusätzliche Verstrebungen und ein Minimum an störenden Luftverwirbelungen bei geöffnetem Verdeck. Auch das Cabriolet-Dach wurde weiterentwickelt. So verfügte das elektrisch zu öffnende Vinylverdeck erstmals über ein beheizbares Echtglas-Heckfenster und klappte sich in „Z-Form“ auf.

Ebenfalls neu aufgelegt wurde der Shelby GT/H. Eine spezielle Frontpartie kennzeichnete das auf 500 Exemplare limitierte Modell. Wie bereits die früheren Modelle, erhielt auch dieses Modell eine schwarze Lackierung mit goldenen Streifen (das „H“ im Namen steht für den Autovermieter Hertz). In beiden Modellgenerationen sollen die Streifen an die Siege in Le Mans erinnern. Ein kleines Rennsport-Accessoire stach sofort ins Auge: Schnellverschlüsse mit Splintsicherung zum schnelleren Öffnen der Motorhaube. Zusätzlich zu den optischen Extras verbaute Ford ein Sportfahrwerk und einen Motor mit 239 kW (325 PS). Nach Beendigung ihrer Nutzung als Mietwagen bei Hertz wurden die Fahrzeuge versteigert.

Foto: Mustang GT / CS Convertible, 2006 - IFCAR [Public domain], via Wikimedia Commons
2006 - 2008
Ford Mustang V6 Coupé, 2009 - IFCAR [Public domain]
2009
Für das Modelljahr 2009 präsentierte Ford ein Facelift mit schmaleren Scheinwerfern und ein erstmals erhältliches Panoramadach.

Foto: Ford Mustang V6 Coupé, 2009 - IFCAR [Public domain], via Wikimedia Commons
2009
Ford Mustang V6 Convertible, 2010 - IFCAR [Public domain]
2010
Modellpflege
Für das Modelljahr 2010 überarbeitete Ford im Frühjahr 2009 den Mustang. Sowohl die Front, Fahrzeugseiten als auch das Heck wurden neu gestaltet, was dem Fahrzeug eine modernere und aggressivere Optik verleihen sollte. Auch das Interieur wurde stark überarbeitet und wirkte nun höherwertig. Weiterhin war das Fahrzeug nun serienmäßig mit ESC und Ford Sync ausgerüstet. Angeboten wurden die Ausstattungsvarianten V6, V6 Premium, GT, GT Premium und Shelby GT500. Alle Varianten waren als Coupé und Cabriolet verfügbar.

Während der 4,0-Liter-V6-Motor unverändert blieb, erhielt das GT-Modell den modifizierten und leistungsgesteigerten 4,6-Liter-V8-Motor des 2008er Bullitt. Auch der GT500 erhielt eine Leistungssteigerung.

2010 gab es in Deutschland insgesamt 36 Neuzulassungen.

Foto: Ford Mustang V6 Convertible, 2010 - IFCAR [Public domain], via Wikimedia Commons
2010
Motor des Ford Mustang „Boss 302“ - Thilo Parg [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
2011
Modelljahr 2011
Ford überarbeitete den Antrieb und das Fahrwerk tiefgreifend. Der 4,0-Liter-V6-Motor wurde durch einen moderneren 3,7-Liter-V6-Motor aus Aluminium mit Vierventil-DOHC-Zylinderköpfen und variabler Ventilsteuerung ersetzt. Ein neuer 5,0-Liter-V8-Motor, ebenfalls mit Vierventil-DOHC-Zylinderköpfen und variabler Ventilsteuerung, ersetzte den bekannten 4,6-Liter-V8-Motor. Sowohl das Schaltgetriebe als auch die Automatik hatten nun sechs statt wie bisher fünf Vorwärtsgänge. Das Fahrwerk erhielt andere Dämpfer und Federn sowie größere Bremsen. Weiterhin gab es nun optional das Brembo Brake Package, welches eine noch größere Bremsanlage mit Vier-Kolben-Sättel an der Vorderachse, ein strafferes Fahrwerk und weitere umfangreiche Unterschiede zum Serienfahrwerk aufwies. Der GT500 erhielt nun ebenfalls einen neuen Motorblock aus Aluminium, wobei der Hubraum gleich blieb.

Foto: Motor des Ford Mustang „Boss 302“ - Thilo Parg [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
2011
Mustang GT Armaturentafel, 2013 - skinnylawyer from Los Angeles, California, USA [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]
2012
Modelljahr 2012
Es erschien eine Neuauflage des Sondermodells Boss 302. Es verfügte über eine leistungsgesteigerte Variante der 5,0-Liter-V8-Motors, eine optimierte Sportauspuffanlage, eine Brembo-Bremsanlage und ein einstellbares Sportfahrwerk. Äußerlich war der Boss 302 durch spezielle 19-Zoll-Leichtmetallräder, andere Stoßfänger mit integrierten Diffusoren und eine Zweifarblackierung erkennbar. Zusätzlich bestellbar war das limitierte „Laguna Seca Package“, das sich in einigen Details vom regulären Boss 302 unterschied; so wurden rund 5 kg Dämmmaterial eingespart und auf die Rückbank verzichtet. Dafür wurden leichtere Rennsportsitze von Recaro, andere Felgen, ein größerer Heckspoiler und Zusatzinstrumente verbaut.

Foto: Mustang GT Armaturentafel - skinnylawyer from Los Angeles, California, USA [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
2012
Coupé, Heck nach Facelift 2013 - Disneyfun1 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
2013
Modelljahr 2013
Der Mustang wurde erneut überarbeitet. Die Änderungen beschränkten sich primär auf eine geänderte Front- und Heckpartie. Grill und Motorhaube wurden ähnlich denen des Shelby GT500 (ab Mj. 2010) gestaltet. Zudem verfügte der Mustang nun serienmäßig über Bi-Xenon-Scheinwerfer und dreigeteilte LED–Rückleuchten. Die Änderungen kamen auch dem Boss 302 zugute, dessen Produktion nach Ablauf des Modelljahres eingestellt wurde. Weiterhin erhielt der V8-Motor des GT eine kleine Leistungssteigerung. Der Hubraum des Motors aus dem GT500 wurde vergrößert, was in Verbindung mit weiteren Modifikationen zu einer deutlichen Leistungssteigerung führte.

Foto: Coupé, Heck nach Facelift 2013 - Disneyfun1 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
2013
Mustang V (1. Generation)
Produktionszeitraum:
2004–2009
Karosserieversionen:
Coupé, Cabriolet
Motoren:
Ottomotoren: 4,0–5,4 Liter (157–368 kW)
Länge:
4775 mm
Breite:
1877 mm
Höhe:
1407 mm
Radstand:
2720 mm
Leergewicht:
1520–1600 kg
Ford Mustang V6 Coupé, 2005 – Rudolf Stricker [Attribution], via Wikimedia Commons
Mustang V (2. Generation)
Produktionszeitraum:
2009–2014
Karosserieversionen:
Coupé, Cabriolet
Motoren:
Ottomotoren: 3,7–5,8 Liter (157–485 kW)
Länge:
4778 mm
Breite:
1877 mm
Höhe:
1407 mm
Radstand:
2720 mm
Ford Mustang Shelby GT500, 2010 – IFCAR [Public domain], via Wikimedia Commons
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